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Hier finden Sie aktuelle News vom
Landesjagdverband Schleswig Holstein e.V.
und dem
Deutschen Jagdschutzverband e.V.

News vom Deutschen Jagdschutzverband e.V.

Jagdeinrichtungen im Visier von Jagdgegnern
Rotwild trotzt dem Winter
Salz lockt das Wild an die Straßen - Unfälle häufen sich
DJV unterstützt Petition gegen Waffensteuer in Bremen
Schalenwild ist nicht der alleinige Sündenbock
Hilfe? Nein Danke!
Wald-Wild-Forum in Göttingen
Schmallenberg-Virus: Bisher kein Nachweis bei Wildtieren
Wildtiere dank üppigem Herbst gut gegen Kälte gerüstet
„Wir sind zu Kompromissen bereit“
Wald-Wild-Frage: Private Jäger sind wichtige Partner
„Bundesweit einheitliche Eckpunkte für Jungjägerausbildung wichtig“
Wie sieht die neue Jägergeneration aus?
Doppelte Premiere auf der „AnJa 2012“
„Wenn es um Jagd geht, sind Jäger die Meinungsführer“

Quelle: djv.newsroom.de

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News vom Landesjagdverband S-H e.V.

Neues Jagdgesetz für den Norden beschlossen

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Jäger gehen künftig nach neuen Regeln auf die Pirsch. Der Landtag in Kiel beschloss am Mittwoch mit den Stimmen der CDU/FDP-Koalition ein neues Landesgesetz. Die Opposition votierte geschlossen dagegen. Nach ihrer Ansicht berücksichtigt das Gesetz nicht hinreichend die Belange des Tier- und Naturschutzes. Es diene vielmehr einer ewig gestrigen Jagdlobby, meinte Marlies Fritzen von den Grünen. Der CDU-Abgeordnete Hartmut Hamerich wies die Vorwürfe zurück. Das Gesetz enthalte viele faire Kompromisse zwischen den Interessen von Jagd und Tierschutz, meinte Landwirtschaftsministerin Juliane Rumpf (CDU).

Das Gesetz enthalte beispielsweise eine flexible Dreijahresregelung für die Abschusspläne des Schalenwildes und die Möglichkeit, das von der Jagdbehörde festgesetzte Abschuss-Soll um 30 Prozent zu überschreiten, hob Rumpf hervor. Jagdzeiten können gegenüber der vom Bund festgesetzten Dauer verlängert werden. Die Jagdbehörde kann künftig für das Ausnehmen der Gelege von Gänsen Genehmigungen erteilen, wenn erhebliche Wildschäden drohen.

Umstritten war erneut das Schießen mit Bleimunition: Es bleibt erlaubt, allerdings nicht auf Wasservögel. Ein Verbot von Bleimunition, wie von der Opposition gefordert, lehnt Schwarz-Gelb zum jetzigen Zeitpunkt ab. Aus Sicht der Koalition gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse, ob alternative Munition nicht auch Gifte im Fleisch der Tiere hinterlasse. Hier laufen derzeit Tests auf Bundesebene. Die toxische Wirkung von Blei sei hinlänglich bekannt, betonte Flemming Meyer vom SSW.

Gesetzentwurf


Treibjagd in Schleswig-Holstein

Wenn bei uns in Norddeutschland Wild gejagt wird, dann dient das dem Schutz und der Pflege der Natur. Dafür werden exakte Abschussquoten festgelegt. Jetzt ist gerade die Hauptjagdzeit für Rot- und Damwild sowie für Fasane und Feldhasen.

Thema bei Sat 1 Regional vom 28.12.2011 - Beitrag ansehen!

 


Wechsel in der Geschäftsführung des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein

schober_kl1Andreas Schober wird neuer LJV-Geschäftsführer in Schleswig-Holstein

Flintbek, 18.01.2012: Andreas Schober (44) wird neuer Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein (LJV). Als studierter Jurist mit 2. Staatsexamen war er seit 1999 als selbstständiger Anwalt im saarländischen Dillingen tätig.

Schober ist passionierter und leidenschaftlicher Jäger. Seine Jägerprüfung machte er bereits 1984  bei der Vereinigung der Jäger des Saarlandes. Der engagierte Jäger ist auch Schweißhundführer und führt derzeit einen Bayerischen Gebirgsschweißhund. Seit 2000 ist Schober Ausbilder und Prüfer im Fach Jagdrecht innerhalb der Jägerprüfung und auch als Referent im Bereich des Jagdrechts aktiv.

Von 2002 bis 2010 war Andreas Schober Kreisjägermeister der Kreisgruppe Saarlouis und Kreisjagdberater. Von 2006 bis 2008 war er stellvertretender Landesjägermeister und von 2008 bis 2011 Landesjägermeister der Vereinigung der Jäger des Saarlandes.

Seine Tätigkeit beim Landesjagdverband Schleswig-Holstein beginnt am 1. April 2012. Holger Behrens, der die Geschäftsstelle des LJV über Jahrzehnte leitete, hat ab 1. Juli 2011 mit dem LJV eine Altersteilzeitregelung getroffen ? danach wird er dem LJV bis Ende 2012 noch zur Verfügung stehen. Herr Behrens wird am 1. Juli 2012 die Geschicke der LJV-Geschäftsführung in die Hände von Herrn Schober übergeben.

Neuer Waldzustandsbericht Schleswig-Holstein zeigt nur geringe Veränderungen bei allen Baumarten

Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf hat heute (6. Dezember) den aktuellen Waldzustandsbericht für Schleswig-Holstein präsentiert. "Der Waldzustandsbericht erscheint dieses Jahr erstmals in neuer Form. Grund ist der Beitritt zur Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt. Das forstliche Umweltmonitoring wird daher im Wissenschaftsverbund für die Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen und Sachsen-Anhalt gemeinsam durchgeführt", erläuterte die Umweltministerin.

Der Waldzustandsbericht als jährliche Erhebung dient der Information über die Entwicklung des Gesundheitszustands der Wälder in Schleswig-Holstein. Umweltministerin Rumpf stellte fest: "Die aktuellen Ergebnisse für die Hauptbaumarten Eiche, Buche, Fichte und Kiefer liegen im Trend der vergangenen Jahre." Der Gesundheitszustand der schleswig-holsteinischen Wälder sei weiterhin eher labil und kein Grund zur Sorglosigkeit. Gerade im abgelaufenen Jahr hätten die teilweise extremen Wetterlagen den Bäumen erheblichen Stress bereitet, der sich auch in den Ergebnissen der Erhebung zeige. So liege die mittlere Kronenverlichtung aller Baumarten über alle Altersstufen wie 2010 bei 20 Prozent. Über 60 Jahre alte Bäume wiesen mit 26 Prozent einen etwas höheren als den Durchschnittswert auf, dafür schnitten die unter 60 Jahre alten Bäume mit nur zehn Prozent besser ab.

Die Buchen zeigten im abgelaufenen Jahr wieder eine sehr starke Fruchtbildung (Fruktifikation) wie zuvor 2009, wodurch sie einen erheblichen Teil ihrer Blattmasse einbüßten. Dadurch stieg die mittlere Kronenverlichtung der älteren Buchen auf 33 Prozent an, die jüngeren Buchen waren hier lediglich mit vier Prozent betroffen.
Die älteren Eichen, deren Kronenzustand stark von Insekten- und Pilzbefall beeinflusst wird, zeigten hingegen einen konstanten Verlichtungswert bei 25 Prozent.
Bei den Nadelbäumen wurden bei den Fichten erhebliche Unterschiede zwischen älteren und jüngeren Beständen ermittelt. So lag der Kronenverlichtungswert älterer Fichten bei 33 Prozent, bei jüngeren Bäumen nur bei 15 Prozent. Nicht ganz so starke Unterschiede hingegen bei den Kiefern, wo ältere mit 19 Prozent nur etwas höhere Ergebnisse als jüngere mit 13 Prozent aufwiesen.
Der Waldzustandsbericht ist im Landwirtschafts- und Umweltportal veröffentlicht und kann im Internet eingesehen und heruntergeladen werden unter: www.schleswig-holstein.de/UmweltLandwirtschaft


Umweltministerin Rumpf stellt den Jahresbericht 2011 zu Jagd und Artenschutz in ...

Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf hat heute (6. Dezember) den neuen Jagd- und Artenschutzbericht für Schleswig-Holstein vorgestellt: "Der Jahresbericht stellt seit 1997 die Aktivitäten des Artenschutzes und der Jagd zwischen Nord- und Ostsee in all ihrer beeindruckenden Vielfalt vor", sagte sie. So werde ein breites Spektrum von zumeist ehrenamtlich durchgeführten Naturschutzprojekten vorgestellt, die mit finanzieller Förderung des Landes Schleswig-Holstein ermöglicht wurden.
Diese Projekte standen auch im Zeichen des Internationalen Jahres der Wälder, denn die globale Waldvernichtung stelle eine große Bedrohung der Biodiversität sowie eine Gefährdung der Rohstoff-, Wasser- Boden- und Klimaschutzfunktionen dar, erläuterte die Umweltministerin. "In Europa ist besonders die Bedeutung alter Wälder hervorzuheben. Sie stellen die Kontinuität dieser Standorte sicher und haben eine große Bedeutung als Gen-Ressource", sagte Frau Rumpf.
Weitere Schwerpunkte neben den Wäldern sind die Schleswig-Holstein prägenden Grünlandlebensräume und bei der Jagd der Bereich der Jagdgebrauchshundearbeit.
Daneben werden auch die Ergebnisse des Waldverbissgutachtens der Schleswig-Holsteinischen Landesforstanstalt vorgestellt, das die Problematik überhöhter Wildbestände für den Wald eindrucksvoll verdeutlicht.

Außerdem werden Bestandsentwicklungen verschiedenster Arten anschaulich erläutert. Der Bogen reicht hier von der Haselmaus über die Seehunde, die zurzeit einen Bestandshöchststand erreicht haben, bis zu den stark gefährdeten Lachseeschwalben, der grünen Mosaikjungfer sowie der Kuckucks-Lichtnelke. Sehr erfreulich sei insbesondere seit den 1980er Jahren die Aufwärtsentwicklung beim Seeadler mit zuletzt 63 Brutpaaren und 86 jungen Adlern, die flügge wurden. Wermutstropfen waren allerdings Fälle von Vergiftungen einzelner Tiere, denen zumindest fahrlässiges, vielleicht sogar vorsätzliches Verhalten zugrunde lag. Vor diesem Hintergrund werden im neuen Bericht auch erste Ergebnisse der Kieler Erklärung zum Schutz der Greifvögel bekannt gemacht. Die Erklärung wurde 2008 vom Landesjagdverband, der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. und dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume unterzeichnet.
Weitere Projekte wie zum Beispiel die Arbeit der Artenagentur, der Stiftung Naturschutz, sowie der Arbeitsgemeinschaft Geobotanik in Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. und der Schrobach Stiftung vervollständigen das Gesamtbild im Jahresbericht.

Auch die Streckenstatistiken der jagdbaren Tierarten werden weiter fortgeführt. "Hier zeigt sich der Einfluss der letzten beiden Extremwinter, die gerade beim Niederwild zu starken Bestandseinbrüchen geführt haben. Anderseits zeigen gerade die Jagdstrecken beim Schalenwild bisher nicht erreichte Spitzenwerte", sagte Juliane Rumpf. Sie lobte das an diese Entwicklungen angepasste Bejagungsverhalten der Jägerschaft in Schleswig-Holstein.
Als auffällig schätzte sie die wieder stark gestiegene Jagdstrecke bei Waschbär und Marderhund ein. Die starke Vermehrung dieser "Neubürger" gehe trotz jagdlicher Bemühungen weiter. Umweltministerin Rumpf betonte, dass beide Arten wegen ihrer potentiellen Gefährlichkeit für bedrohte Vogel- und Niederwildarten besonders aufmerksam beobachtet würden.
Beachtung verdiene auch die weiter voran schreitende Verbreitung des Schwarzwildes in Schleswig-Holstein, die sich auch in kontinuierlich hohen Abschlusszahlen spiegele. So sei im abgelaufenen Jahr erstmals die Marke von 16.000 Stück überschritten worden.

Der "Jahresbericht 2011 ? Jagd und Artenschutz" kann telefonisch oder per e-Mail kostenlos angefordert werden. (0431/988-7146 oder broschuere@mlur.landsh.de )


Terminankündigung für das Bläserseminar und den Landeswettbewerb 2012

Bläserseminar 2012

Für Pless und Parforcehörner in "B" und "ES" werden neben dem Basisuntericht, der Atemtechnik und Tonbildung die Selbstwahlstücke für den nächsten Wettbewerb geübt und Vortragstück in verschiedenen Schwierigkeitsgraden angeboten. Für die Es-Hörner werden zusätzlich Naturhornstücke für Anspruchvolle vorgestellt und eingeübt werden. Für mehr Infos und Anmeldungsformulare bitte weiterklicken.

Landesbläserwettbewerb 2012

Am 13. Mai 2012 findet im Kurort Bad Bramstedt der 31. Pflichtwettbewerb im Jagdhornblasen statt. Im Anschluss an den Wettbewerb ist ein großes jagdliches Konzert geplant. An diesem Konzert können auch Gruppen teilnehmen, die nicht auf dem Wettbewerb geblasen haben. Um die Vielfaltigkeit der Jagdmusik darzustellen, sind die Bläser aufgerufen, innovative Vorträge mit verschiedensten Hörnern anzumelden. Für weitere Infos bitte unten weiterklicken.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen

 


Erfahrungsbericht von einem Seminar in Mözen

Erfahrungsbericht von einem Seminar in Mözen

Ein richtiger Gruppenleiter kennt endlos viele Spiele

Vom 16. bis 21. Oktober nahm ich an einem Jugendgruppenleiterseminar teil, welches vom Landjugendverband Schleswig-Holstein in Kooperation mit der Jugendorganisation des Landesjagdverbandes JugendProNatur und dem Jugendverband im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (JSHHB) in Mözen am See bei Bad Segeberg ausgerichtet wurde.

In diesen sechs Tagen lernte ich all die Dinge kennen, die für einen Jugendgruppenleiter wichtig sind. Themenblöcke waren beispielsweise: Kommunikation, Spielpädagogik, Suchtprävention, Medien, Recht und Rhetorik. Durch mein Schulfach Erziehungswissenschaften konnte ich einiges an Vorwissen einbringen. Außerdem konnte ich wichtiges Wissen verfestigen und ergänzen.

Beispielsweise gab die Referentin zum Thema ?Rhetorik? Tipps, wie man sich vor Gruppen am besten präsentiert. Dafür durfte jeder der 15 Teilnehmer ein Thema in einer kurzen Rede präsentieren (Beispiel: Landwirtschaft). Dies war eine sehr gute Übung, um seine Fehler zu erkennen, da die anderen Gruppenmitglieder auf verschiedene elementare Dinge achten sollten und anschließend ein Feedback gaben.
Auch das Thema ?Spielpädagogik? mit dem Schwerpunkt ?Erstellen einer Spielekette? hat mir gut gefallen, weil man viele Inspirationen erhielt, um zu einem bestimmten Thema verschiedene Spiele zu erstellen.

Eine weitere wichtige Bedeutung hatte für mich das ?Abschlussfeedback? am Ende eines jeden Tages, da es jedem Gruppenmitglied die Chance gab, den Tag noch einmal Revue passieren zu lassen, wobei wir positive als auch negative Dinge herauskristallisierten.

Der Höhepunkt der sechs Tage war die Planung eines Abschlussabends, was als eine Art Prüfung zu verstehen war. Wir stellten ein Programm zusammen, das auf den zahlreichen kreativen Eindrücken aller Gruppenteilnehmer von den vergangenen Seminartagen basierte. Beispielsweise mixten wir alkoholfreie Cocktails, was aus dem Themenblock ?Suchtprävention? stammte. Natürlich kam auch das Spielen nicht zu kurz. Denn was wäre ein ausgebildeter Jugendgruppenleiter ohne die Kompetenz, endlos viele Spiele zu kennen? Aus diesem Grund erstellten wir eine Liste mit den beliebtesten Spielen, die wir dieser Tage kennengelernt hatten. Ein weiteres Highlight war eine Nachtwanderung im benachbarten Waldgebiet, die von vier Personen aus der Gruppe organisiert wurde.
Alles in allem fand ich es ein sehr gelungenes Seminar, bei dem ich sehr viel darüber gelernt habe, eine Gruppe richtig zu leiten.
Lena Gehrt


8. Landeshubertusmesse in der St. Marienkirche zu Husum

Seit 14 Jahren findet alle zwei Jahre die ?Landeshubertusmesse? des Landesjagdverbandes  Schleswig-Holstein in unterschiedlichen Regionen und Kirchen des Landes statt. Zu diesem musikalischen Ereignis finden sich Jagdhornbläser aus ganz Schleswig-Holstein zusammen. In diesem Jahr veranstaltet die Kreisjägerschaft Nordfriesland die Landeshubertusmesse am 12. November um 18.00 Uhr in der St. Marienkirche zu Husum.

Flintbek, 25.10.11: Als geistlich ? gottesdienstliche Einrichtung der Landesjägerschaft hat sich die Hubertusmesse zu einer festen Institution neben den öffentlichkeitswirksamen Landesbläserwettbewerben und den Nachwuchs fördernden Jugendbläserfreizeiten in Schleswig-Holstein etabliert.

Die musikalische Leitung hat in diesem Jahr Michael Mull aus Lübeck. Die Predigt hält Pastor Friedrich Mörs und die Orgel spielt Kai Krakenberg. Ab 17.00 Uhr stimmt das ?Bläsercorps Husum? unter der Leitung von Cornelia Grün vor der Kirche auf dem Marktplatz auf den Gottesdienst ein. Die Besucher werden auf den Dankgottesdienst nicht nur musikalisch eingestimmt. Die Husumer Jägerschaft bietet zusätzlich auf dem Platz Wildspezialitäten an und stellt in ihrem neuen Info-Mobil Themen des Naturschutzes und der Jagd dar.

Die Teilnehmer am Dankgottesdienst beeindruckt immer wieder die besondere Atmosphäre eines naturnah geschmückten Kirchenraumes, aber auch der stimmungsvolle Wechsel zwischen gesprochenem Wort und jagdmusikalischer Umrahmung.

Besonders das Klangvolumen von ca.75 Parforcehörnern hinterlässt bei vielen Zuhören ein tiefes seelisches Erlebnis, wie bei anderen hohen kirchlichen Festen oder großen Chorkonzerten.

Die sehr unterschiedlichen Stücke der jagdmusikalischen Umrahmung entstammen zu großen Teilen aus dem katholischen Messritus der französischen ?Grande Messe de St. Hubert?. Der Heilige Hubertus, der Schutzpatron der Jäger, steht deshalb für alle Hubertusmessen Pate. Auf ihn besinnen sich die Jäger, wenn sie ihm zu Ehren alljährlich um seinen Namenstag herum, dem 3. November, diese Dankgottesdienste feiern.

Prof. Uwe Bartels hat mehrere musikalische Darbietungen z.B. ?das Gebet der Jäger? neu arrangiert bzw. komponiert.  Besonders eindrucksvoll ist hier, wie auch in anderen Stücken,  das Zusammenspiel von Orgel und Bläsern. In den meisten Hubertusfeiern wird die Orgel nicht gespielt. Michael Mull hat zum Choral ?Die Ernt ist nun zu End? eine Hornstimme geschrieben, die mit Orgelbegleitung in Husum das erste Mal zu hören sein wird.

Die Veranstaltung ist öffentlich und Besucher sind herzlichen willkommen.

 

Weitere Hubertusmessen in Schleswig-Holstein (Liste nicht vollständig):

29.10.2011

18.00 Uhr Kreishubertusmesse in Husby,  St. Vincentius-Kirche

17.30 Uhr  jagdliches Konzert in der Kirche von den Angeliter Parforce

 

3.11.2011

19:00 Uhr Hubertusmesse in St. Marien in Lübeck

 

4.11.2011

18.00 Uhr Kreishubertusmesse in Flensburg in der St. Marienkirche

17.30 Uhr jagdliches Konzert in der Kirche von den Angeliter Parforce

18:00 Uhr Hubertusmesse in der Peter Paul Kirche in Bad Oldesloe

 

 

5.11.2011

18.30 Uhr Kreishubertusmesse in Bovenau/Rendsburg von dem  Parforcehorncorps Rendsburg-Schleswig

 

6.11.2011

18.30 Uhr Hubertusmesse in Boel in der St. Ursula-Kirche

18.00 Uhr jagdliches Konzert in der Kirche von den Angeliter Parforce

19:00 Uhr Hubertusmesse in der St. Martins Kirche Tellingstedt mit den Parforcehornbläser Rendsburg-Schleswig


Ergebnisse Landesparcoursschießen 2011

Hinweis:
Schützen, die bei der Meldung keine Angabe zum Geburtsjahrgang oder der Leistungsklasse gemacht haben, wurden in der ?Offenen Klasse? berücksichtigt.

Wildschäden - Neue Richtwerte

mb-4806_marcus brnerDie aktuellen Richtwerte zur Ermittlung von Aufwuchsschäden an landwirtschaftlichen Kulturen stellen für die Bewertung von Wildschäden eine sachdienliche Hilfe dar.

Zu den Richtwerten für Futter- und Markfruchtpflanzen im konventionellen und ökologischen Landbau.

Marder- und Iltisforschung

Landesjagdverband Schleswig-Holstein und Universität Kiel und Dresden starten ein Großprojekt zur Erforschung von Mardern

Baummarder mit Telemetriehalsband (Dr. Hoffmann)Flintbek, 05.10.2011: In einem gemeinsamen, bundesweiten Forschungsprojekt der Universitäten Kiel und Dresden und des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein wird in den nächsten 2 ½ Jahren das Verhalten insbesondere von Baummarder und Iltis erforscht. Außerdem soll das Projekt dazu beitragen, die Population der heimlichen und meist nachaktiven Tiere aus Sicht des Artenschutzes bewerten zu können.

Vielen Bürgern sind Marder vor allem als Poltergeister im Dachstuhl oder als Verursacher von Schäden im Motorraum von PKW bekannt. Beim ?Automarder? handelt es sich jedoch um den Steinmarder, der in ganz Deutschland ebenso die freie Landschaft wie auch die Dörfer und Städte besiedelt. ?Fast als Kulturflüchter zu bezeichnen sind die beiden Marderverwandten Baummarder und Iltis. Über beide Arten liegen erstaunlich wenige Erkenntnisse vor. Deshalb ist es das Ziel dieses  Projektes, verschiedene Methoden zum Artnachweis in unseren Landschaften zu erproben um die Häufigkeit der Arten einschätzen zu können?, berichte Dr. Daniel Hoffmann vom Wildtier-Kataster Schleswig-Holstein.

Zum Einsatz kommen sogenannte Wildkameras, die durch Infrarottechnik auch Nachtaufnahmen möglich machen. Die Marder werden durch verschiedene Duftstoffe angelockt um anhand der individuellen Fellkennzeichnungen die Zahl der Tiere in einem Gebiet bestimmen zu können. In der Projektphase werden die Marder mit Ohrmarken versehen, um das Erkennen zu erleichtern. Zu Markierung werden den Tieren mittels Lebendfallen, in denen sie sich  nicht verletzen können, gefangen. Außerdem erhalten die Marder auch Mirkochips unter die Haut, damit jedes Individuum sicher wiederzukennen ist. Einige Baummarder und Iltis werden außerdem mit sogenannten Telemetriehalsbändern ausgestattet, um ihre Lebensweise und Raumnutzung genauer erfassen zu können.

In der modernen Wildtierforschung spielt die genetische Analyse eine zunehmend wichtige Rolle. An der Universität Kiel werden alle entnommenen Haar- und Kotproben, der in den insgesamt 6 deutschen Untersuchungsgebieten gefangenen Mardern, untersucht, um die genetischen Fingerabdrücke zu bestimmen. Die Analyse dient in Verbindung mit den anderen Methoden zur Vertiefung des Wissens um die Sozialsysteme der Arten.

Letztlich sollen die neuen Erkenntnisse aus dem Projekt dazu führen, dass in Zukunft mit möglichst effizienten Methoden die Populationen der Marder im Sinne des Artenschutzes bezüglich ihres Erhaltungszustandes bewertet werden können. Ohne dieses Projekt geht das Wissen um Baummarder, Iltis und Co nachhaltig verloren, denn bereits heute ist kaum noch jemand in der Lage, die Populationen richtig zu beurteilen.

Gefördert wird das Projekt maßgeblich durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie den Deutschen Jagdschutzverband.

Interessierte Bürger können einen wichtigen Beitrag zum Projekt leisten. Sollten in der weiteren Umgebung der Wildtierbrücke Kiebitzholm über die BAB 21, wo das Hauptprojektgebiet in Schleswig-Holstein liegt,  Marder mit Ohrmarken gesichtet werden oder werden Tiere auf der Straße überfahren aufgefunden, wäre die Rückmeldung an die Projektleitung von großer Bedeutung.

Ihr Ansprechpartner:
Wildtier-Kataster SH c/o Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.
Dr. Daniel Hoffmann
Böhnhusener Weg 6
24220 Flintbek
Mobil: 0179-4943294

Landesjagdverband und Stiftung Naturschutz tragen gemeinsam zum Biotopschutz bei: Umfangreiche ...

baggerarbeiten_christof_martinSeit August wurden im Ostermoor und im Großen Moor bei Dellstedt, Kreis Dithmarschen, Maßnahmen zur Wiedervernässung umgesetzt. Heute, 16. September, werden die umfangreichen Baggerarbeiten auf benachbarten Flächen von Landesjagdverband und Stiftung Naturschutz beendet. Jutta Walter, Projektmanagerin der Stiftung Naturschutz und Marcus Börner, Pressereferent beim Landesjagdverband, freuen sich: Nach den Regenfällen der letzten Wochen ist deutlich, dass der entstandene Erdwall zu sichtbar mehr Wasser im Moor führt.

Noch während der Bauausführung in den vergangenen Wochen wurde entschieden, die vielen parallel verlaufenden Entwässerungsgräben nicht wie ursprünglich geplant einzeln zu verfüllen, sondern durch einen durchgehenden Erddamm anzustauen. Der mit der ökologischen Bauausführung beauftragte Biologe Christof Martin ist von der Maßnahme begeistert. "Das Wasser im Ostermoor wird effektiv zurückgehalten, aber auch bei starken Niederschlägen kommt es nicht zu lang anhaltenden größeren Überstauungen". Die im Moor mit mehreren Metern Mächtigkeit lagernden Torfe saugen das Wasser auf wie ein Schwamm und geben es in kommenden Trockenzeiten langsam wieder an die Umgebung ab. Durch diese ausgeglichenen Wasserstände werden die Lebensbedingungen für typische Hochmoor-Arten, wie Moorlilie, Torfmoose, Sonnentau, Moorfrosch oder verschiedene Insektenarten, optimiert. Auch Vogelarten wie Kranich, Sumpfohreule oder Wiesenweihe profitieren von der Renaturierung.

"Bereits in der Vergangenheit wurde auf Initiative der Landesjägerschaft im Kernbereich des Ostermoors der Wasserstand immer weiter angehoben", erklärt Börner. Das Moor ist deshalb so nass, dass nur ein Spezialbagger, der sich auf Eisenplatten vorwärtsbewegt, zum Einsatz kommen konnte. Finanziert werden die Baumaßnahmen aus Mitteln des Moorschutzprogramms des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein.

Über den Arten- und Biotopschutz hinaus leisten das Land, der Landesjagdverband und die Stiftung Naturschutz mit der Vernässung von Mooren einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz: Moore speichern das Treibhausgas CO2 und halten Nährstoffe zurück. Momentan werden weltweit aus entwässerten Mooren zwischen 15 und 20 Prozent der durch den Menschen verursachten Treibhausgase freigesetzt.


Staatssekretärin Zieschang gibt landesweit erste Wildwarnanlage frei

Neues ,Hirsch-Radar? wird die Sicherheit auf der B 202 deutlich erhöhen

Grafik WildwarnanlageBei der Vermeidung von Wildunfällen geht Schleswig-Holstein mit Unterstützung des Bundes neue Wege: Verkehrs-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang gab am 12. September die Pilotanlage einer elektronischen Wildwarnanlage am Rastorfer Kreuz bei Preetz (Kreis Plön) frei.

Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dieser neuen Art von ,Hirsch-Radar? einerseits die Verkehrssicherheit auf dem extrem unfallträchtigen Abschnitt zwischen Raisdorf und Rastorfer Passau erhöhen ? zugleich aber auch dazu beitragen, den Lebensraum der Wildtiere zu erhalten, sagte Zieschang. Die Kosten der vom Bund finanzierten und zwischen Februar und August errichteten Anlage belaufen sich auf rund 800.000 Euro. Schleswig-Holstein ist nach Baden-Württemberg das zweite Bundesland, das eine solche Warnanlage betreibt.

Warnung durch Infrarot

Mit den automatischen Warnschildern, die in Verbindung mit zwei je vier Kilometer langen Wildschutzzäunen auf beiden Seiten der B 202 entstanden sind, werden Autofahrer ab sofort mit einem leuchtenden Tempo-Hinweis auf querendes Wildes hingewiesen. Ausgelöst wird die Warnung durch Infrarot-Sensoren, die auf Wildkörper reagieren. Nach den Worten von Zieschang seien höchste Aufmerksamkeit und vorausschauendes Fahren auf dem Abschnitt aber weiterhin erforderlich. ?Die Wildwarnanlage ist keineswegs mit einem kostspieligen Wildtunnel oder einer Wildbrücke vergleichbar. Wir hoffen auf eine ebenso gute Akzeptanz durch die Autofahrer wie sie bei der bundesweit ersten Anlage in Baden-Württemberg bislang erkennbar ist.?

Wie Zieschang weiter sagte, sei der ökologische Vorteil der Anlage, dass die Jahrhunderte alten Nord-Süd-Wechsel der Wildtiere aufrecht erhalten werden können, weil keine unüberwindbaren Barrieren entstanden sind. Gleichwohl sei der Bau von Wildschutzzäunen notwendig gewesen, um die Tiere gezielt an die beiden Wechselstellen zu führen.

Für das Gelingen des Pilotprojektes sind nach den Worten der Staatssekretärin nicht nur eine gute Vorbereitung und Ausführung notwendig, sondern auch ein Monitoring. Im Rahmen einer Langzeitstudie mit dem Titel ?Wildunfälle verhindern: Was hilft wirklich? - Präventionsmaßnahmen auf dem Prüfstand?, soll die Wirksamkeit der Anlage wissenschaftlich begleitet werden.

Auch Landespolizei und Landesjagdverband hoffen nach Angaben von Sprechern beider Institutionen auf eine starke Reduzierung der Wildunfälle durch eine geführte Wildquerung auf dem B-202-Abschnitt, um die gerade dort vorhandene Gefahrensituation zu entschärfen. Mit Blick auf die landesweit hohen Wildunfallzahlen kündigte die Polizei für diesen Herbst zusammen mit dem Landesjagdverband gezielte Informations- und Aufklärungsaktionen an.

Verkehrsstaatssekretärin Zieschang im Originalton:

Daten / Zahlen / Fakten zur Wildwarnanlage


Freie Bahn für Hirsch und Haselmaus ? auch auf der Norla

Die klassischen Themenfelder Technik, Tiere und Nahrung waren  ? wie jedes Jahr ? kompetent vertreten, auf dem Rendsburger Messegelände präsentierte sich in der Zeit vom 1. bis 4. September die Norla, die Landwirtschafts- und Verbrauchermesse im Norden. Und wenn es um Themen wie Natur und Landwirtschaft geht, dann ist der Landesjagdverband mit im Spiel ? so auch bei der Norla 2011, bei dem der Landesjagdverband einen großen und informativen Stand in den Messehallen mit interessanten Dingen füllte. Präparate von Reh, Fuchs, Dachs oder Marder brachten einen Hauch von Wald in die Messehallen, die ansonsten mit Melktechnik, regenerativen Energien und Traktoren gefüllt waren.

Und wenn schon der Landesjagdverband einen Stand aufbaut, dann müssen auch kompetente Fachleute vor Ort sein: Mit von der Partie, um auf Fragen zu antworten und Jagdliches zu erklären waren unter anderem LJV-Mitarbeiter Marco Franzen.  Informative Fachlektüre, Accessoires aus dem LJV-Jagdshop wie Warnwesten, Strickmützen oder Aufkleber, Wild-Kochbücher ? Marco Franzen hatte eine Menge eingepackt, um die Messebesucher zu versorgen.

Während sich bei der Jagd fast immer alles um die Wildtiere dreht, hatte die Norla in diesem Jahr ihren Schwerpunkt auf der Landestierschau ? es muhte, blökte und grunzte an allen Ecken und Enden. Die Nutztiere standen im Mittelpunkt ? in der Messehalle des Landesjagdverbandes standen die Wildtiere ebenfalls im Fokus: Ein großer Nachbau der Grünbrücke Kiebitzholm im Kreis Segeberg sollte das Projekt ?Holsteiner Lebensraum Korridore? anschaulich machen. Denn: ?Menschen wollen mobil sein. Doch Straßen stellen für Tiere oft unüberwindbare Barrieren dar. Damit verinselt Lebensraum, das versuchen wir mit dem Bau von Grünbrücken zu vermeiden?, erklärte Projektkoordinator Dr. Björn Schulz. ?Damit werden Wanderwege für Tiere frei. Ob Haselmaus oder Hirsch, die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Lebensräumen ist unser Ziel.? Das Projekt, das etwas mehr als zwei Millionen Euro gekostet hat, ist wegweisend ? und daher gab es auch interessierte Besucher von ?ganz oben?: Neben der Landwirtschaftsministerin, Dr. Rumpf war auch der Präsident des Landesjagdverbandes, Klaus-Hinnerk Baasch, einer der ersten Besucher des Grünbrücken-Nachbaus. Und Baasch war nicht allein auf der Pirsch über die Norla: Seine Enkelkinder Ella Luise (8) und Leo (6) ließen sich von ihm ausführlich erklären, wie eine Grünbrücke funktioniert.

Das Schöne an dem Grünbrücken-Projekt, dem noch einige folgen sollen ? Nutzer und Schützer ziehen dabei an einem Strang. ?Für Maßnahmen in dieser Größenordnung braucht es eine breite Allianz. Deshalb haben sich der Deutsche Jagdschutzverband, die Stiftung Naturschutz, der Landesforst, der Landesbetrieb Straßenbau, der Wildpark Eekholt und die Universität Kiel zusammengetan?, fügte Schulz noch hinzu.

Ein zukunftsweisendes Projekt, das auf der Norla viel Interesse weckte ? schließlich konnten 2011 knapp 70 000 Besucher gezählt werden.

 

Sorka Eixmann
Stellv. Landesobfrau für Öffentlichkeitsarbeit

Bericht zum JPN-Sommerfest 2011

Anfang des Jahres rief mich Matthias Frahm, Vorstandsmitglied der JugendProNatur, an und fragte, ob wir nicht dieses Jahr das Sommerfest in der Eidum Vogelkoje bei uns auf Sylt machen wollten. Klar, ich freute mich und wir trafen uns dann auf der Angeln &  Jagen in Neumünster zur Jahreshauptversammlung der JPN. Dort wurde für das Sommerfest ordentlich geworben und diejenigen, die anwesend waren, fanden die Idee, das diesjährige Sommerfest auf Sylt zu veranstalten, super. Als es dann beschlossen war und ich in die Organisation gehen wollte, machte mich ein befreundeter Jäger darauf aufmerksam, dass ich doch gleichzeitig das Sommerfest mit der JPN auch mit dem Hegering Sylt verbinden könnte.

Am 2.7.2011 sollte also nun unser gemeinsames Sommerfest mit der JPN stattfinden. So, der 2.7. kam also immer näher und tagtäglich telefonierte ich, um zu erfahren, ob schon Teilnehmer außerhalb Sylts zugesagt haben, aber dies war nicht der Fall, obwohl alle auf der Jugendhauptversammlung so begeistert waren, Infomails die Runden machten und der Termin im Mitteilungsblatt und auf der LJV-Homepage frühzeitig angekündigt war. Wirklich enttäuschend ?

Nichtsdestotrotz fand unser Sommerfest ? leider nur unter Sylter Jägern ? statt. Es war einfach super. Wir hatten einen Armbrust- und einen Luftgewehrschießstand. Wie angekündigt, gab es eine interessante und lehrreiche Führung über die Vogelkoje. Wir hatten einen super Grillmeister und die Zapfer des Getränkewagens waren stets gut gelaunt. Für das leibliche Wohl war ausreichend gesorgt. Am Ende des Tages gab es originelle Preise für die besten Schützen zu gewinnen. Vielen lieben Dank nochmal an all meine Helfer für die grandiose Unterstützung und an die Preisstifter. Auch an Matthias, der als einziger Vertreter vom Festland Zeit gefunden hat, um nach Sylt zu kommen.

Wiebke Bleicken
Jugendobfrau des Hegerings Sylt

uJ-Jungjägerschießen 2011

Ergebnisse des uJ-Schießen 2011

PRONATUR Schleswig-Holstein ? Lebensräume aus Jägerhand

Helfen Sie mit ? Unterstützen Sie PRONATUR!

Egal ob 5?, 20?, 50? oder mehr - jeder Betrag, den Sie spenden, wird zu 100% für Arten- und Naturschutzmaßnahmen verwendet. Alle anfallenden Verwaltungskosten werden vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. und den Kreisjägerschaften getragen, so dass Ihr Geld ungeschmälert den heimischen Wildtieren und -pflanzen zu Gute kommt. Alle Spenden sind zweckgebunden und steuerlich absetzbar.

Unser Spendenkonto

HypoVereinsbank
BLZ: 200 300 00
Konto: 23 00127


PRONATUR Schleswig-Holstein ? Lebensräume aus Jägerhand

Die Initiative PRONATUR

ist eine im Jahr 1988 vom Landesjagdverband ins Leben gerufene Naturschutz- initiative,  getragen von Spenden und Zuschüssen von Gebietskörperschaften und der Stiftung Naturschutz, zum Erhalt und Entwicklung wertvoller Wildtierlebensräume. Hierzu wurden Flächen angekauft oder angepachtet. Mit Hilfe der Aufstellung von Pflege- und Entwicklungsplänen für die jeweiligen Flächen wurde der Bedarf für Renaturierungsmaßnahmen und Biotopflegemaßnahmen ermittelt und dann unter maßgeblicher Mithilfe der ortsansässigen Jägerschaft durch ehrenamtlichen Arbeitseinsatz umgesetzt.

Bisher wurden 288 ha Fläche (175 Flurstücke) von der Initiative PRONATUR angekauft Zusammenfassen lassen sich diese 175 Flurstücke zu 38 Pronaturprojektgebieten (siehe Karte unter dem Punkt ? vor Ort). Insgesamt werden 288 ha Fläche in 12 Kreisjägerschaften ehrenamtlich von der Jägerschaft für die Initiative PRONATUR betreut und stehen ausschließlich dem Naturschutz und damit dem Wild als Ruhezone zur Verfügung.

Unsere Landschaft ? Ein Produkt des Menschen

Vom Menschen unbeeinflusste Naturlandschaften gibt es in Schleswig-Holstein nicht. Land- und Forstwirtschaft, Straßen, Fließ- und Stillgewässer, Dörfer und Städte prägen das Bild der Landschaft zwischen den Meeren. Neben der Zerschneidung der Landschaft durch Verkehrswege und Siedlungen hat die intensive Landnutzung vielerorts dazu beigetragen, dass der Lebensraum für wild  lebenden Tier- und Pflanzenarten selten geworden ist.

?Doch in eine Kulturlandschaft gehören auch Rückzugsräume für Wildtiere und -pflanzen.?

Um diesem Trend entgegenzuwirken, bedarf es der gemeinsamen Anstrengungen also der Zusammenarbeit aller im ländlichen Raum. Aus diesem Grund  haben die Jägerinnen und Jäger im Lande schon 1988 die Initiative PRONATUR ins Leben gerufen. PRONATUR hilft diese Rückzugsräume zu erhalten und Neue zu schaffen. Unser Auftrag ist es, die Artenvielfalt in der Landschaft zu fördern und nachhaltig für kommende Genartionen zu sichern.

Weg frei! - für Rothirsch und Co.

Tier- und Pflanzenarten können sich neue Lebensräume nur durch Wanderungen erschließen. Große Entfernungen zwischen den Biotopen oder künstliche Barrieren, wie Straßen und Siedlungen verhindern dies. Der genetische Austausch und die Besiedelung neuer Lebensräume sind damit unterbrochen.

Beispiel: Der Rothirsch - Unsere größte heimische Säugetierart war ursprünglich weit verbreitet. Heute ist diese faszinierende Wildart auf wenige Restlebensräume zurückgedrängt. Straßen und Siedlungen verhindern seine Wanderbewegungen. PRONATUR setzt sich deshalb für die Schaffung von Wanderkorridoren und Wildtierquerungen an Straßen ein.

?Wo Hirsche wandern, ist auch für viele andere Tier- und Pflanzenarten der Weg frei.?

Lebensräume verbinden!

Eine Vernetzung von zusammenhängenden Biotopflächen ist Hauptziel des Naturschutzes in Schleswig-Holstein. PRONATUR pachtet und kauft Flächen für dieses Netzwerk an. Es entwickelt wichtige Trittsteinbiotope, wie Feldholzinseln, Ackerraine und Kleingewässer in der Landschaft und hilft damit dem Biotopverbund. So miteinander verbundene Lebensräume ermöglichen Wanderungen und erhalten eine ?natürliche? Dynamik im Ökosystem. Vor Ort werden die Flächen von ansässigen Jägerinnen und Jägern betreut und deren Entwicklung gefördert.

ARTgerecht

Viele Tier- und Pflanzenarten haben sich an spezielle Lebensräume angepasst. PRONATUR unterstützt beispielhaft spezielle Artenschutzprojekte für:

Seeadler: Seit Jahrzehnten setzen sich die Jägerinnen und Jäger in Schleswig-Holstein für den Seeadlerschutz ein. Nisthilfen wurden geschaffen und die Brutplätze werden vor Nesträubern und Störungen beschützt.

Fischotter: Die Jägerschaft macht sich stark für otterfreundliche Straßenquerungen, so dass  die Otter gefahrlos wandern können. Nach und nach erobern sich die Fischotter frühere Lebensräume so zurück.

Fledermäuse: Mit der Schaffung von Rückzugsräumen im Sommer- und Winterquartieren werden den heimischen Fledermäusen zahlreichen Rückzugsräume bereit gestellt.

Wiesenweihe: Junge Wiesenweihen sind oft durch die Getreideernte gefährdet. Mit dem Schutz der Bodennester vor den Erntemaschinen wird den Jungtieren das Pflügewerden ermöglicht.

Uhu: Ohne die Wiederansiedlung durch Jägerinnen und Jäger gäbe es den Uhu in Schleswig-Holstein nicht. Heute ist er dank intensiver Schutzbemühungen wieder zahlreich im ganzen Land vertreten.

Eisvogel: Die Bäche, Flüsse und Seen in Schleswig-Holstein bieten viel Platz für den Eisvogel. Doch oft fehlt es dem Höhlenbrüter an geeigneten Nistplätzen. Jägerinnen und Jäger schaffen hier Abhilfe. Es werden Niströhren angelegt oder künstliche Brutcontainer aufgestellt.

Rotbauchunke, Laufrosch, Kammmolch und Co.: Mit der Anlage von zahlreichen Kleingewässern wurden landesweit Amphibienlaichgewässer für hoch bedrohte Arten geschaffen.

Wildbienen: Blüten- und nektarreiche Buntbrachen und Wildwiesen aber auch künstliche Insektenhotels sind Bienenlebensräume aus Jägerhand.

Helfen Sie mit ? Unterstützen Sie PRONATUR!

Egal ob 5 ?, 20 ?, 50 ? oder mehr - jeder Betrag, den Sie spenden, wird zu 100 % für Arten- und Naturschutzmaßnahmen verwendet. Alle anfallenden Verwaltungskosten werden vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. und den Kreisjägerschaften getragen, so dass Ihr Geld ungeschmälert den heimischen Wildtieren und -pflanzen zu Gute kommt. Alle Spenden sind zweckgebunden und steuerlich absetzbar.

Unser Spendenkonto

HypoVereinsbank
BLZ: 200 300 00
Konto: 23 00127



Schulbeginn mit dem Info-Stundenplan ?Fuchs?

Die Jägerschaft verteilt zum Schulbeginn wie in den letzten Jahren rund 90.000 Stundenpläne an Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein

Flintbek, 17.08.2011: Die Sommerferien sind beendet, das neue Schuljahr hat begonnen. Seit über 20 Jahren verteilen die Jägerinnen und Jäger zum Schulanfang lehrreiche Stundenpläne. ?Auch in diesem Jahr sind viele ehrenamtliche Helfer der Kreisjägerschaften und Hegeringe unterwegs, um rund 90.000 Stundenpläne kostenlos an die Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein abzugeben?, sagt Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

Mittlerweile ist die Stundenplan-Aktion längst über die Landesgrenzen Schleswig-Holsteins hinaus bei Schülern und Lehrern bekannt und sehr beliebt. Für das Schuljahr 2011/2012 wurden beim Landesjagdverband Schleswig-Holstein insgesamt 420.000 Stundenpläne abgerufen. Finanziert wird diese Aktion durch die Jägerschaft.

?Wir Jäger wollen den Kindern, die heute teilweise noch nicht einmal mehr wissen, dass Kühe nicht Lila sind, die Natur näher bringen. Auf den Stundenplänen, die Jahr für Jahr vom Landesjagdverband Schleswig-Holstein neu gestaltet und getextet werden, finden die Schüler beeindruckende Fotos von Wildtieren. Auf der Rückseite wird in einem Text zudem genau beschrieben, wo welches Tier lebt, wovon es sich ernährt oder wann es seine Kinder bekommt. In diesem Jahr wird der Fuchs beschrieben?, so Wulf-Heiner Kummetz, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit beim Landesjagdverband Schleswig-Holstein.

Natur- und Umweltbildung wird bei den Jägern im Land großgeschrieben. Die 17 Naturmobil, meist umgebaute Imbisswagen mit Tierpräparaten, sind Land auf Land ab ständig im Einsatz und dienen ebenfalls dafür, Kindern und Erwachsenen die Natur zu erklären. Ergänzt wird diese Arbeit durch zahlreiche Exkursionen und Ferienpassaktionen mit Jägern aber auch durch das reichhaltige Angebot von kindgerechten Bestimmungshefen oder dem Wildtier-Duo ? einem Gedächtnisspiel für die ganze Familie. Wer noch keinen Stundenplan hat oder ein Fährtenbüchlein sucht, der findet alles unter www.shop.ljv-sh.de.


Überlebenschancen für Rebhühner in Schleswig-Holstein

Im dänisch-deutschen EU-Projekt ?Wildtiermanagement und Naturschutz in der Fehmarnbelt Region? starten Jäger und Landwirte eine grenzübergreifende Zusammenarbeit im Bereich Naturschutz.

Flintbek, 04.08.2011: Ziel dieses neuen ?Schutzprojektes? ist es, mit gemeinsamen, grenzüberschreitenden Maßnahmen in der Agrarlandschaft einer ehemals  ?typischen Vogel der Feldmark?, dem Rebhuhn, in der Region bessere Lebensbedingungen zu verschaffen und die Population zu stärken. Damit soll auch die deutsch-dänische Zusammenarbeit von Jägern und Landwirten gefördert werden. Bis Ende 2012 wollen die Projektträger Dänischer Jägerverband, Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. und Universität Kiel in enger Zusammenarbeit mit den Bauern der Region dieses Ziel auf beispielhaften Probeflächen erreichen. Danach sollen die Ergebnisse als Grundlage für eine flächendeckende Umsetzung dienen.

?Die Erhaltung des Lebensraumes für das Rebhuhns in der Fehmarnbelt Region ist ein gemeinsames dänisch-deutsches Anliegen. Die Eignung der regionalen Agrarlandschaft als Lebensraum für Wildtiere ? insbesondere für Bodenbrüter wie das Rebhuhn ? hat leider stark abgenommen. Eine flächendeckende, abgestimmte Zusammenarbeit von Jägern und Bauern zum Schutz der Agrarlandschaft  und der Aufbau einen Monitoringsystems kann erfolgreich und beispielhaft werden?, erklärte Hans-Werner Blöcker, Vizepräsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

Der Rückgang von Rebhühnern in Dänemark und Deutschland ist vor allem mit der Intensivierung der Landwirtschaft nach 1950 einhergegangen, weil auf den intensiv genutzten Flächen geeigneter Lebensraum verloren ging. Als weitere Faktoren tragen besonders Beutegreifer und ungünstige Wetterbedingungen zu Bestandsverlusten bei. Letztere Faktoren allein können aber nicht den langfristigen deutlichen Rückgang erklären. Die Entwicklung des Energiepflanzenanbaus, wie Mais zur Biogasproduktion, Grünroggen, schnellwachsende Gehölze für Hackschnitzel haben ebenfalls Auswirkungen auf die am Boden brütenden Rebhühner. Gleichzeitig begünstigt großflächiger Anbau die natürlichen Feinde, wie Wildschweine und verursacht Wildschäden, weil sie diese neuen Flächen als Nahrungsquelle und Ganztagslebensraum nutzen.

Aufbauend auf vorhandenen Erfahrungen von Landwirten und Jägern werden in der Fehmarnbelt Region grenzübergreifende Konzepte und Methoden zur Bestandserfassung und wildtierfreundlichen, landwirtschaftlichen Nutzung von Flächen erprobt. So können auch Ackerflächen wieder zu geeigneten Lebensräumen für Rebhühner und Co. werden. Die positiven Auswirkungen des Anbaus von spezifischen Wildpflanzenmischungen auf Rebhühner, insbesondere ein ?Maisersatz? zur Biogasproduktion, wurden in langjährigen Untersuchungen der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau nachgewiesen.

Seit dem Frühjahr 2011 werden zunächst die Zahl und die Verteilung der Vögel in der Region erfasst. Rebhühner dienen dabei als ?Anzeiger? für den Zustand des Lebensraumes in der Fehmarnbelt Region. Dort wo viele Rebhühner überleben, ist die Agrarlandschaft auch aus Naturschutzsicht noch weitgehend in Ordnung.

Erste Demonstrationsflächen mit verschiedenen Wildpflanzeneinsaaten sind bis jetzt entstanden. Sie dienen dazu, Landwirten und Jägern zu zeigen, wie landwirtschaftliche ?Nutzflächen mit Wildpflanzen? aussehen können, die nicht nur Ertrag bringen, sondern gleichzeitig auch einen Naturschutzeffekt erzielen. In der Fehmarnbelt Region sind 45 Kleinflächen mit insgesamt ca. 20 ha entstanden das Projekt der Flächenentwicklung begleiten.

Dabei werden auch Wege zu finanziell, bzw. betriebswirtschaftlich wirksamen Ausgleichen für die Landwirtschaft gesucht. ?Wer Landwirte von einem Teil-Betriebsziel ?Naturschutz in der Agrarlandschaft? überzeugen will, weil dies ein ?gesamtgesellschaftlicher Auftrag? ist, muss auch bereit sein, Kosten dafür zu übernehmen und sie nicht einseitig der Landwirtschaft aufbürden. Deshalb fordern wir innovative und unbürokratische Förderprogramme für mehr Lebensraum in der Agrarlandschaft?, sagte Blöcker.

Weitere Informationen unter: www.wildtiermanagement.eu

Das Projekt wird maßgeblich gefördert durch INTERREG  IVa und Bingo! ? Die Umweltlotterie.


Kreisjägerschaft Dithmarschen-Nord

Die Kreisjägerschaft Dithmarschen-Nord mit einer Fläche von rund 60245 ha betreut gut 120 ha PRONATUR-Fläche (38 Flurstücke). Die gesamte Fläche liegt im Bereich des Dellstedter Moores, einem Niederungsbereich der Eider (ehem. Urstromtal) zwischen Dörpling und Dellstedt im Kreis Dithmarschen in den Gemarkungen Dellstedt und Tielenauthal.

Im Dellsteder Moor befindet sich das Naturschutzgebiet Dellstedter Birkwildmoor, das aus zwei voneinander getrennten Hochmoorbereichen, dem Nordermoor (ca. 390 ha) und dem Ostermoor (ca. 225 ha) besteht. Diese beiden Teilbereiche haben außerdem den Status FFH-Gebiet (als Teilgebiet des Natura 2000 Schutzgebietsnetzes ?Moore der Eider-Treene-Sorge-Niederung?) und EU-Vogelschutzgebiet und werden nicht bewirtschaftet.
Der Anteil an PRONATUR-Fläche umfasst im Nordermoor ca. 84,5 ha (9 Flurstücke) und im Ostermoor ca. 34,7 ha (26 Flurstücke). Außerhalb des Naturschutzgebietes, südlich des Ostermoores, liegen im Bereich des Dellstedter Moores (Niedermoorbereich) noch drei weitere kleine PRONATUR-Flurstücke mit ca. 0,87 ha Fläche.


Kreisjägerschaft Eutin

Die Kreisjägerschaft Eutin mit einer Fläche von rund 55250 ha betreut gut 26 ha PRONATUR-Fläche (26 Flurstücke).

Das größte Areal mit gut 10 ha Feuchtgrünland wurde im Jahre 2000 von der Initiative PRONATUR im NSG Barkauer See erworben. Die insgesamt 12 Flurstücke liegen im Niederungsbereich (Niedermoorgrünland) der Schwartau südlich des Barkauer Sees. Der Flachwassersee wird von der Schwartau nach Süden durchflossen. Die Flächen liegen auf dem Westufer der Schwartau und sind überwiegend mit der Auflage einer sehr extensive Nutzung an Landwirte verpachtet. Um die Flächen offen zu halten werden diese mit Rindern extensiv beweidet oder einmal jährlich gemäht.

1993 wurden 8 ha Fläche in der Rothensander Niederung, südlich des Gutes Rothensande am Kellersee, aufgekauft. Im Rahmen eines erstellten Pflege- und Entwicklungsplanes wurden zur Wiedervernässung der im Sommer trockenen Niederungsfläche Gräben verlegt oder angestaut, sporadisch kann die Fläche mit Hilfe einer Sielschleuse überstaut werden. Ab einem Höhenniveau von über 25 m NN wurden Baum- und Gebüschpflanzungen vorgenommen. Offene Teilflächen werden extensiv beweidet oder ein Mal jährlich gemulcht. Andere Bereiche wurden der Sukzession überlassen. Das Gebiet stellt einen reich strukturierten, zusammenhängenden feuchten Niedermoorgrünlandbereich mit Schilfbereichen und Gebüsch (größtenteils Weiden und junge Birken) und drei flachen Teichen dar. Die weite flache Niederungsebene wird als Dreieck eingegrenzt im Norden von der B76, im Südwesten von der Bahnlinie und im Osten von einem Steilhang. Innerhalb dieses Dreiecks werden noch zwei Teilbereich, die jeweils halbkreisförmig in die Fläche hineinragen und nicht zur PRONATUR-Fläche gehören, landwirtschaftlich als Getreidefeld und als Pferdeweide genutzt.

1993 wurden von der Initiative PRONATUR im Niederungsbereich der Malenter Au, einem Zufluss zum Kellersee, auf deren Ostufer auf einer Länge von 500 Metern 4,6 ha Grünlandflächen angekauft. Die feuchten Niedermoorgrünlandflächen sind Mähwiesen. Die Malenter Au wird betreut vom Wasser und Bodenverband Schwentine. Im Zuge des Entwicklungsprojektes Malenter Au wurde eine Sohlerhöhung der Malenter Au durch den Einbau von hölzernen Sohlgleiten vorgenommen, so dass die angrenzenden Grünlandbereiche zumindest im Winterhalbjahr teilweise überstaut werden. Auf den anmoorigen Böden fördert dies die Ausbreitung von Sumpfdotterblume und Wiesenschaumkraut und verdrängt die Brennnessel. Die im Sommer trockeneren Wiesenbereiche werden gemäht.

Bei der Ortschaft Neversfelde wurden von der Initiative PRONATUR für Naturschutzzwecke 2 Flurstücke in einer ruhigen Niederung erworben, die ein ideales Rückzugsgebiet für Wildtiere darstellt. Am Hangfuß eines Waldes liegt die Sukzessionsfläche mit Schilf und Gräsern und Feuchtbiotop (0,18 ha) - einem nährstoffreicher Teich. Etwas weiter westlich ? auch am Hangfuß der Waldfläche ? wurde das Grünland als Streuobstwiese angelegt (0,28 ha). Die Fläche wird gemäht und betreut von der Jägerschaft des Hegerings Malente.
Westlich von Neversfelde liegt eine reich strukturierte Grünlandhangfläche von 1,1 ha mit einem Feuchtbiotop. Nordwestlich schließt sich ein kleines Nadelwaldstück von 0,3 ha an. Umgeben sind die Flächen von intensivem Ackerland. Nach Norden schließt sich die Bergkuppe mit Grünland an. Die ruhige Fläche bietet wertvollen Rückzugsraum für Wildtiere.

Im Eigentum der KJS Eutin und dem Hegering Bosau sowie dem Hegeverein Bosauer Winkel befinden sich insgesamt 11,5 ha PRONATUR-Fläche (7 Flurstücke), hauptsächlich Feuchtgrünland. Die Flächen liegen arrondiert im südöstlichen Teil der Thranbruchniederung bei Wöbs, südlich des Großen Plöner Sees.
Bereits 1965 erwarb die örtliche Jägerschaft erste Flächen in der einst trockengelegten Thranbruchniederung und begann mit biotopgestaltenden Maßnahmen, wie der Anlage von Knicks und von Kleingewässern als Laichplätze für Amphibien, renaturierten eine Bachlauf, überließen einige Bereiche der natürlichen Sukzession und pflanzten auf einer Hangfläche einen Eichenmischwald und unterhalb davon eine Streuobstwiese an, um die Entwicklung der ursprünglichen artenreichen und reich strukturierten Kulturlandschaft zu unterstützen.



Kreisjägerschaft Eckernförde

Die Kreisjägerschaft Eckernförde mit einer Fläche von rund 75730 ha betreut gut 8,3 ha PRONATUR-Fläche (8 Flurstücke) für den LJV Schleswig-Holstein.

Das reich strukturierte, arrondiert liegende Flächenareal bei Bohnertfeld an der Schlei erstreckt sich vom Niederungsbereich der Schlei mit feuchten sumpfigen Schilfflächen und Feuchtwiesen über einen relativ steilen Hangbereich mit Wiesen und Weiden hinein in den erhöht liegenden Moränenbereich (Voßbarg) mit einer angelegten Obstwiese, einer Aufforstungsfläche und einem Randbereich mit älterem Waldbestand und wurden 1993 von der Initiative PRONATUR erworben.


Kreisjägerschaft Lübeck

Die Kreisjägerschaft Lübeck mit einer Fläche von rund 19000 ha betreut 3,6 ha PRONATUR-Fläche (2 Flurstücke) für den LJV Schleswig-Holstein.

Es handelt sich hierbei um zwei direkt aneinander grenzende ehemalige Feuchtwiesenflächen in der Traveniederung direkt am Moislinger Baum in Lübeck. Die Travewiesen wurden schon vor ihrem Erwerb durch die Initiative PRONATUR 1994 nicht mehr landwirtschaftlich genutzt und größtenteils der Sukzession überlassen. Im oberen trockeneren Bereich wurden Obstgehölze gepflanzt und dieser Teilbereich wird einmal jährlich gemulcht.


Kreisjägerschaft Nordfriesland

Die Kreisjägerschaft Nordfriesland mit einer Fläche von rund 78180 ha betreut gut 7 ha PRONATUR-Fläche (2 Flurstücke) für den LJV Schleswig-Holstein. Beide Flächen sind reine Sukzessionsflächen ohne weitere Pflegemaßnahmen.

Die Fläche in der Gemarkung Lütjenholm mit 3,1 ha wurde 1993 gekauft. Es handelt sich dabei um eine aufgewachsene Hochmoorfläche.
Eine ursprüngliche Feuchtgrünlandfläche von 4 ha wurde 1995 bei Brook / Viöl (Gemarkung Haselund), erworben.

Im Eigentum der KJS Nordfriesland befinden sich inzwischen mehr als 95 ha PRONATUR-Fläche (über 60 Flächen), hauptsächlich Grünland in der Marsch. Diese Flächen stehen dem Naturschutz zur Verfügung und sollen in erster Linie dem Wiesenvogelschutz dienen. Um das Grünland offen zu halten werden die Flächen größtenteils extensiv beweidet oder erhalten eine Pflegemahd, viele Flächen werden wiedervernässt.


Quelle: LJV-SH.de